4 Fragen an die Geschmacksexpertin

Das ist Francisca! Sie entwickelt innovative Geschmacksrichtungen und ist Geschmacksberater bei Lakrids. Sie ist es also, die bestimmt, wie unsere neuen Lakritze schmecken und sich anfühlen sollen. Francisca Listov-Saabye experimentiert mit Geschmackskombinationen, Zutaten, Texturen und dem Aussehen und hinter jedem neuen Produkt stecken viele Ideen – und mindestens genauso viele Versuche. Wir haben uns mit Francisca in unserem Küchenlabor über den neusten Zuwachs bei Lakrids, dem neuen E, unterhalten.


Welcher Gedanke steckt hinter dem neuen E?

Die Idee war, etwas völlig Neues auszuprobieren. Ich wollte schon immer mal einen salzigen Lakritz machen, der etwas kann, was süße Lakritze nicht können. Der Geschmack ist natürlich sehr intensiv, aber salzige Lakritze sind sehr viel weicher als süße Lakritze. Sie sind in der Konsistenz eher zäh. 


Wie spielen die verschiedenen Lager der Lakritzkugel zusammen?

Wesentlich ist, dass das Geschmackserlebnis einfach gehalten wird: Der süßlich Geschmack der weißen Schokolade an sich kann fast schon zu süß sein. Dazu kommt der salzige Lakritzgeschmack, der das genaue Gegenteil ist.

Um nicht nur diese zwei Geschmäcker zu kombinieren – das wäre zu langweilig – habe ich kleine Anteile Rohlakritz hinzugefügt, die wie kleine, intensive Geschmackserlebnisse sind. Die weiche Schokolade schmilzt auf der Zunge, darauf folgt etwas Knackiges mit einem intensiven Lakritzgeschmack, der lange erhalten bleibt.

Die salzigen und rohen Lakritze sind außerdem ein wenig säuerlich, was einen guten Gegensatz zu der süßen weißen Schokolade darstellt.

Was hat dich diesmal inspiriert? 

Ich mag gerne Gegensätze. Ich bin ausgebildete Sensorikerin und denke ich viel darüber nach, was passiert, wenn ich etwas esse. Deswegen mag ich auch, wenn etwas Unerwartetes geschieht. Ich finde es spaßig, Elemente von den jeweiligen Enden des Geschmacksspektrums zusammenzusetzen: der extrem intensive Rohlakritz, der fast etwas rauchig, säuerlich und verbrannt schmeckt, zusammen mit der weißen Schokolade, die fettig, süß und etwas nach Vanille schmeckt.

 

Gibt es einen Unterschied zwischen verschiedenen Rohlakritzen? 

Ja, den gibt es. Rohlakritze sind extrem interessant. Das ist im Prinzip die DNA der Lakritze. Kakaobohnen, Kaffeebohnen oder Weintrauben schmecken unterschiedlich, abhängig davon, woher sie stammen. Genauso ist es bei den Lakritzen. Die Rohlakritze, die wir für die E-Kugeln verwenden, stammen aus ökologischer Landwirtschaft und werden gesiebt, sodass kleine Stücke zwischen 1–1½ mm entstehen. So erhält man auch einen anderen Effekt, als wenn man feinen Lakritzstaub verwendet.