Unsere Story

Es war einmal ein 23 Jahre alter Mann namens Johan. Der lebte in der Stadt Svaneke, auf der kleinen dänischen Insel Bornholm in der Ostsee. Hier entwickelt er im Jahr 2007 eine köstliche Idee. Seine Mutter lehrte ihn etwas zu erschaffen, doch nicht nur irgendetwas, um davon leben zu können, sondern etwas, das von Herzen kommt. Für Johan gab es keinen Zweifel: Er liebte Lakritz und war fest davon überzeugt, dass sich eine ganz neue Genusswelt in der rohen, fasrigen Lakritzwurzel versteckte. Lakritz kann schließlich nicht nur für Süßigkeiten verwendet werden, sondern auch für herzhafte Speisen, Backwaren und Bier – tatsächlich kann dieses edle Gewürz eine Vielzahl an Lebensmitteln und Getränken verfeinern. Johan träumte davon Lakritz auf ein Gourmet-Level zu bringen. Er stellte sich vor, wie er flüssiges Lakritz aufkochen, rühren und Kunden kosten lassen würde, während sie der Produktion zuschauten. Seine Vision war es die magischen Eigenschaften der Lakritzwurzel bekannt zu machen und mit sorgfältig ausgewählten Inhaltsstoffen einen natürlichen Genuss zu kreieren.

Dem Geheimnis der Lakritz auf die Spur zu kommen, erweist sich als schwierig
Johan fragte sich lange, warum niemand zuvor von den zauberhaften Eigenschaften der Lakritzwurzel Notiz nahm. Schnell wurde der Grund klar. Er richtete sich mit seiner Partnerin Sarah in der Küche seiner Mutter ein und begann mit einer ausgiebigen Recherche gefolgt von einer Reihe von Experimenten. Immer wieder mussten beide feststellen, dass die Internetrezepte wenig mit feiner Lakritz zu tun hatten. Die Tipps, wie nach einer Lakritzproduktion am besten sauber zu machen sei hingegen, waren sehr hilfreich: Die klebrige Masse lässt sich nach fünf bis sechs Stunden hartnäckigen Schrubbens leicht mit Wasser und Seife entfernen. Aber Sarah und Johan ließen sich nicht entmutigen und suchten weiter und fanden interessante Bücher über Süßigkeiten aus England, die tausende von dänischen Kronen kosteten. Auch diese Rezepte halfen ihnen nicht weiter. So nahmen sie Kontakt zu allen großen Lakritzherstellern auf und fragten nach Hilfe. Doch ihre Anfragen wurden abgelehnt. Es stellte sich heraus, dass Lakritz-Rezepte zu den bestgehütetsten Geheimnissen der Welt gehören. Irgendwann gelang es Sarah ein Rezept von einem Produktmanager zu bekommen, das jedoch nicht auf kleine Privatküchen ausgelegt war. Sarah und Johan arbeiteten mittlerweile zwölf Stunden täglich und manchmal fiel es ihnen schwer weiter positiv zu denken, doch die Zeit drängte. Der Lakritz-Laden sollte pünktlich zu Beginn der Urlaubssaison auf Bornholm eröffnen. Das Logo “Lakrids by Johan Bülow”, die Taschen sowie die Beschreibung des Gourmet-Erlebnisses waren fertig, nur das Lakritz war weit davon entfernt einem Kunden vorgeführt zu werden.

Offen für Neues
An einer Stelle verließ die beiden das Vertrauen in ihr Vorhaben so sehr, dass sie anfingen normale Süßwaren herzustellen. Eines Tages betrat Johans sechs Jahre alter Bruder die Küche und schaltete sich ein: „Was ist los Johan? Willst Du aufgeben?” Das war der Wendepunkt. Die früheren Experimente wurden über Bord geworfen und nie wieder erwähnt. Die Liebe zur Lakritz, Beharrlichkeit und Engagement setzten sich letztlich durch. Seither entwickeln wir uns stetig weiter.

Von Sydney nach Svaneke
Weitere Recherche führten die Lakritz-Liebhaber zu einer Fabrik in Sydney, die Lakritz aus Dinkelmehl herstellt. Das korrespondierte zu einhundert Prozent mit Johans Mission ausschließlich gesunde und natürliche Inhaltsstoffe zu verwenden. Sofort schrieb er eine E-Mail an den Besitzer. Nachdem er keinerlei Rückmeldung erhielt, schrieb Johan erneut. Nach zwölf Stunden kam die ersehnte Antwort: „Wie viel benötigen Sie für die Herstellung und was ist Ihr Budget?“ Endlich hatte Johan jemanden gefunden, der sein Projekt ernst nahm und das Konzept einer kleinen Produktion verstand. Sie waren über drei bis vier Wochen in Kontakt, wodurch viele Ideen und Meinungen über Inhaltsstoffe ausgetauscht werden konnten. Letztendlich traf der Australier eine spontane Entscheidung und flog mit seiner Frau nach Bornholm. Johan war sehr erleichtert endlich einen Mentor gefunden zu haben und fühlte sich an seinem Kessel wie der Zauberlehrling des Australiers.

Der Kessel aus Chicago
Der Australier war ein begabter Lehrmeister bezüglich Johans Bestreben außergewöhnliches Lakritz herzustellen. Es ist obendrein ihm zu verdanken, dass Johan einen passenden Kessel mit einem zehn Liter Fassungsvermögen fand, den er extra aus Chicago importieren ließ. Da diese Edelstahlkessel eigentlich zur Herstellung von Toffee benutzt werden, musste zuvor der Motor umgebaut werden, da der Rührstab nicht robust genug für die feste Lakritzmasse war. Als das Gerät endlich eintraf, wurde die Produktionsstätte sofort aus der Küche von Johans Mutter in den Laden nach “Glastorvet” in Svaneke verlegt. Nun waren sie bereit. Der Australier war es gewohnt 500 kg Lakritz die Stunde zu produzieren und im Gegensatz dazu waren die 10 kg, die Johans kleiner Kessel produzieren konnte, eine drastische Reduzierung. Obwohl er einen mutigen Versuch startete, konnte er die Produktion nicht so unterstützen, wie es erforderlich war. Die reduzierte Lakritzproduktion war nicht erfolgreich und so musste die Produktionsstelle mehr oder weniger wieder bei Null anfangen.

Wie ein Licht in dunkler Nacht
Wie ein Engel vom Himmel, erschien eines Tages ein junger Mann namens Tage. Er arbeitete in der Vergangenheit bereits mit Lakritz und hörte von den zwei jungen Leuten auf Bornholm, die bisher nicht hinter die Geheimnisse der Lakritzproduktion kamen. Tage kam mit einem Kollegen namens Wolf und brachte vier Eimer voller Zutaten mit. Von da an ging es voran. Tage war der Meister der Inhaltsstoffe und Wolf der Technikexperte. Er konnte die 125 Grad heiße Masse klopfen und wusste sofort, ob sie fertig war oder nicht. Wolf ist klein, grauhaarig, seine Zähne sind schwarz von Zigarren und Kaffee, den er während der Arbeit trinkt. Drei Wochenenden in Folge arbeiteten Tage und Wolf sehr intensiv mit Johan und Sarah zusammen. Nachdem ihre neuen Freunde abreisten, arbeiteten Johan und Sarah weiter, jeden Tag von morgens bis abends, bedeckt von einer Schicht aus Blut, Schweiß, Tränen und Lakritz. Nie zuvor lernte Johan so viel in so kurzer Zeit. Endlich gelang ihm das erste Rezept für Lakrids by Johan Bülow, das mit glutenfreiem Reismehl gemacht wurde. Kurz darauf waren noch drei weitere Variationen fertig: süßes Lakritz, Lakritz mit Ingwer sowie Lakritz mit Chili.

07.07.2007 Die große Eröffnung
Es dauerte vier lange Produktionstage, um alle Regale im Laden in “Glastorbet” in Svaneke zu füllen. Am 07. Juli 2007 um 10 Uhr öffneten sich dann schließlich die Türen. Gegen 12:30 Uhr war alles restlos ausverkauft. Mit einer Mischung aus Lachen und Weinen fragten sich beide, wie sie bis zum nächsten Tag die Regale wieder auffüllen sollten? Es folgten einige harte Tage, an denen der Kessel 18-19 Stunden auf Hochtouren lief und der Laden jeden einzelnen Abend ausverkauft war. Die Freude etwas völlig Neues kreiert zu haben war riesig – ihr Vorhaben Gourmet-Lakritz herzustellen ein voller Erfolg. Als der Sommer vorbei war und die Touristen die Insel wieder verließen, war das Geschäft nicht nur ein Triumph, sondern brachte auch einen ordentlichen Gewinn ein. Aber eine Frage blieb: “Was sollte jetzt geschehen?” Über den Sommer kontaktierten sie über fünfzig Personen, die Johans Lakritz in ihren Geschäften verkaufen wollten. Ein Kunde aus Kolding wollte sogar 20.000 Packungen kaufen. Doch Johan war am Ende seiner Kräfte, hatte zehn Kilo abgenommen und brauchte dringend eine Pause. Nachdem er zwei Tage in Folge ausschlafen konnte, war ihm klar: das Einzige was sie tun konnten, war es die Produktion zu erhöhen.

Eine Millionen in Manchester ausgeben
In Manchester befindet sich ein Hersteller von Maschinen für die Lakritz-Herstellung. Johan erklärte dem Besitzer in einer Email seine Absichten, eine Maschine zu kaufen,                                        die 100 kg Lakritz pro Stunde produzieren kann. Kurz entschlossen flog er mit Schmetterlingen im Bauch nach England. Er war sehr besorgt, dass das Unterfangen scheitern könnte, schließlich war er erst 23 Jahre alt und im Begriff einen Vertrag zu unterzeichnen, der ihn zu dem Kauf einer Maschine verpflichtete, die mehr als eine Million DKK kosten würde.

Glücklicherweise ging alles gut und Johan wurde sogar noch mit ein wenig Extra-Glück belohnt. Gerade zum dem Zeitpunkt, als er die Maschine bezahlen wollte, fiel das Britische Pfund, wodurch der Jungunternehmer 250.000 DKK sparte – der gesamte Betrag, den er benötigte, um den Produktionsstandort fertigzustellen.

Lose Schrauben in Taastrup
Während das Beschaffen der Maschine sowie die Entwicklung neuer Lakritz-Sorten voran ging, fand Johan neue Anlagen in Taastrup, einer Stadt im Außenbereich von Kopenhagen, in der Nähe des Flughafens. In den ersten zwei Produktionswochen in Taastrup assistierte ihm ein englischer Ingenieur, der den Kessel von Manchester nach Dänemark gebracht hatte. In der Zwischenzeit stellte Johan seine Freunde Kim und Mads ein, deren Motto lautete: “Alles ist möglich und wir sind immer zu ihren Diensten”. Kurz, nachdem der Ingenieur sie verließ, realisierte Johan das Ausmaß dessen, was er begonnen hatte. Jede Störung, die eine Maschine haben kann, hatte sein Kessel. Johan verlor den Überblick darüber, wie oft die Maschine komplett auseinandergebaut und wieder zusammengesetzt werden musste. Ebenso oft stand er nach der Reparatur mit Einzelteilen da, von denen er nicht wusste, wo sie hingehörten. Im Sommer 2008 begann die Produktion von Stangen-Lakritz in dem selben Kessel, der die Quelle des Erfolgs der Saison von 2007 war. Johan steckte sein Herz und seine Seele in die Produktion der Masse an Lakritz, die in Taastrup produziert wurde. Das erste Lakritz, das fertig zum Verkauf war, war die süße Variante. Danach kam die salzige und schließlich alle anderen Sorten, die heute erhältlich sind.

Der Nächste Schritt: Hvidovre 2013
Im Juni 2013 zog das gesamte LAKRIDS Team in die neuen Büros - samt Lager und Maschine – des neuen 3.500 m2 großen Standtorts in Hvidovre in der Nähe von Kopenhagen. Jetzt aber mit Showroom, Showküche, einem Shop und genügend Platz für die Zukunft von LAKRIDS by Johan Bülow.

Hätte Johan weiter Lakritz von Hand ausgerollt und mit seinem Pizzamesser geschnitten, wäre LAKRIDS nicht zu der Erfolgsgeschichte geworden, die sie heute ist. Bleiben Sie dabei und finden Sie heraus was als nächstes in Johans großem Abenteuer passieren wird.

Tage und seine Freunde
Als Tage das erste Mal die Bildfläche betritt, geschieht das in Form von Johans Schutzengel. Heute ist Tage der allmächtige Produktionsmanager von LAKRIDS by Johan Bülow und bekleidet immer noch das Amt des „Mr Fix-it“ im Unternehmen. Auch Johans Freunde Kim und Mads sind weiterhin unverzichtbar für den täglichen Betrieb in Taastrup.

Sarah und Johan…
Sarah Askari unterstützte Johan während der harten fünfmonatigen Anfangsphase mit Hingabe und Leidenschaft und ihre große Bedeutung für LAKRIDS by Johan Bülow wird bis zuletzt anhalten. Denn Sarah erreichte am 23. Juni 2012 einen ganz besonderen Status, als sie der ersten Erbin von LAKRIDS by Johan Bülow das Leben schenkte - der kleinen Eleanor Askari Bülow. Zusammen verliehen Sarah und Eleanor Johan einen neuen Titel – Vater.

Lakrids by Johan Bülow in Dänemark und im Ausland
LAKRIDS by Johan Bülow wird in Dänemark in Spezialitätenläden, wie Weinhandlungen, Designer Boutiquen und ausgewählten Hotels verkauft – Orte, wo hochwertige Inhalte und Design Priorität haben. Darüber hinaus hat LAKRIDS by Johan Bülow vier eigene Stores: Im Einkaufszentrum Magasin, Lyngby, Odense, am Kongens Nytorv in der Innenstadt Kopenhagens, in Århus in Svaneke auf Bornholm, in Tivoli Gardens und am Kopenhagener Flughafen Kastrup Terminal 2. In London zieren die Produkte von LAKRIDS by Johan Bülow im renommierten Harvey Nochols Feinkostgeschäft die Regale sowie bei Fortnum & Masons. In New York gibt es darüber hinaus alle unsere Produkte im Schaufenster vom Chealsea Market Basket.

Die Zukunft der Lakritz
Derzeit teilen wir unsere Liebe für Lakritz mit den Menschen in Schweden, Spanien, Italien, Norwegen, Finnland, Deutschland, Island und Dubai. Johan ist jedoch der Meinung, dass zu viele Teile der Welt noch fehlen. Seine Vision, die er für das Unternehmen hat, ist die Liebe zu Lakritz über den ganzen Globus zu verteilen - nicht nur die süßen Variationen, nicht nur die Salzigen, sondern das gesamte Spektrum der Aromen, die entstehen können, wenn Lakritz als Gewürz eingesetzt wird.